Dr. med. dent. Rita Stoltenburg, MSc. MSc. MPI
Master of Science in Orale Implantologie und Parodontologie
Master of Science in Oral Implantology
Master in Practical Implantology

KNOCHENCHIRURGIEKnochenchirurgie video

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In unserer Praxis wird eine neue Behandlungsmethode favorisiert und seit geraumer Zeit erfolgreich umgesetzt. Es handelt sich um die sogenannte Knochenringtechnik, mit der man dreidimensionale Knochendefekte augmentieren und gleichzeitig implantieren kann. Die Methode kann sowohl mit autologen (körpereigen) als auch mit allogenen (körperfremden) Material durchgeführt werden.

Das Implantat Systeme „Ankylos“ der Fa. Dentsply ist durch sein Mikro- und Makrodesign exakt auf dieses Verfahren abgestimmt und unterstützt dabei den Erfolg dieser neuzeitlichen innovativen Methode.

 

Vor rund einem Jahrzehnt ist diese Methode von Dr. Giesenhagen entwickelt worden. Langzeitbeobachtungen können den Erfolg der Knochenringtechnik bestätigen: Bei knapp 1.000 Augmentationen mit Knochenring und ANKYLOS konnten Erfolgsraten von über 98 % erzielt werden.

Seit jeher wurden bei größeren Knochendefekten zwei Behandlungsschritte notwendig: Als erstes musste Knochen aufgebaut werden, erst nach geraumer Zeit konnte das Implantat gesetzt werden.

Mit der Knochenringtechnik von Dr. Bernd Giesenhagen erfolgen auch in unserer Praxis die Knochenringtransplantation und Implantation in einem Behandlungsschritt. Bei diesem Verfahren kann auf die Entnahme von körpereigenen Knochen vor allem aus dem Kieferwinkelbereich verzichtet werden.

Das erspart dem Patienten nicht nur Zeit, sondern vor allem auch Schmerzen nach dem Eingriff.

Erklärung:

Um überhaupt ein Implantat inserieren zu können, muss zunächst diagnostiziert werden, ob ein entsprechendes Knochenangebot vorhanden ist und ob die Knochenhärte eine Implantation überhaupt zulässt. Hierfür ist die Restknochenhöhe und Knochenbreite entscheidend, denn das Implantat muss ausreichend im Knochen verankert sein, ohne das wichtige Strukturen in der Nachbarschaft, wie z.B. Nerven oder die Kieferhöhle verletzt werden.

Sollte nicht genügend Knochen für eine sofortige Implantation zur Verfügung stehen, so kann ein Knochenaufbau erfolgen. Dieser kann fehlenden Knochen auf ganz unterschiedliche Weise ergänzen.

Dafür gibt es eine Vielzahl von Knochenersatzmaterialien, die geeignet sind, eigenes Knochenwachstum zu stimulieren. Das Ersatzmaterial liegt lediglich als Platzhalter und Leitschiene für ein definiertes Knochenwachstum in den aufzubauenden Knochenregionen. Das Ersatzmaterial wird letztendlich vollständig vom Knochen resorbiert und ersetzt. Für derartige Eingriffe werden in unserer Praxis CE zertifizierte Produkte der„Fa. Geistlich“und „Fa. Botiss“ verwendet.

BioOss


Um diesen Prozess zu beschleunigen wird das Ersatzmaterial vor allem bei größeren Knochendefiziten in den meisten Fällen mit eigenem Knochen vermischt. Dieser wird mittels einem Knochenscraper aus Nachbarregionen im Kieferwinkel- Kinn- oder Tuberbereich in kleinen Mengen entnommen. 

Im Oberkiefer-Seitenzahngebiet ist sehr häufig zwischen der Mundschleimhaut und dem Boden der Kieferhöhle kein ausreichendes Knochenangebot für eine Implantation vorhanden. Hier stellt die Anhebung der Schleimhaut des Kieferhöhlen-Bodens mit Einlagerung von einem Gemisch aus Knochenersatzmaterial und vom Patienten entnommenem Blut zwischen Kieferknochen und angehobener Kieferhöhlen-Schleimhaut eine elegante Methode zur Gewinnung zusätzlicher Knochenhöhe dar (sog."Sinus-Lift-Operationen")

    

Diese Operationen sind als interner und externer Sinuslift bekannt, wohingegen der externe Sinuslift, der über einen lateralen Zugang zur Kieferhöhle erfolgt,  einen wesentlich umfangreicheren Aufwand in der Implantatchirurgie darstellt als der interne Sinuslift mittels der "Summers-Technik" (sog. Klopf-Technik) 

Liegt hingegen ein größerer Knochendefizit vor allem im Unterkiefer vor, so implantieren wir heute mittels der "Knochenringtechnik nach Dr. Giesenhagen" mit allogenen KEM. 

Es handelt sich dabei um ein Material der Fa. Botiss, das für medizinische Zwecke aufbereitet wurde, nach Herstellerangaben keinerlei Risiko der Weitergabe einer übertragbaren Krankheit aufweist und in Deutschland zur Implantation am Menschen uneingeschränkt zugelassen ist.

Botiss

 

Mit dieser Methode ist eine Kieferkamm-Rekonstruktion zeitgleich mit der Implantation möglich.

Mit dieser Art von Rekonstruktion ist es einfach genial, vor allem schmerzarm die verlorene Knochenbreite als auch die zu geringe Knochenhöhe des Kieferkammes auszugleichen.