Dr. med. dent. Rita Stoltenburg, MSc. MSc. MPI
Master of Science in Orale Implantologie und Parodontologie
Master of Science in Oral Implantology
Master in Practical Implantology

IMPLANTATPROTHETIKIMPLANTATPROTHETIK

 
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Die Versorgung eines Patienten mit implantatgetragenem Zahnersatz ist eine besonders hoch einzuschätzende klinische und technische Herausforderung.

Sie verlangt ein hohes Maß an Verantwortung hinsichtlich Planung und Virtuosität unsererseits als Behandler sowie die Umsetzung der Planung durch eine hochspezialisierte Zahntechnik.

Wir Zahnärzte sind es, die in Ihrem Sinne ein Konzept versuchen zu erstellen, die Ihre Wünsche und Vorstellungen berücksichtigen. Andererseits müssen alle Risikofaktoren, die Sie als Patient aufweisen, in der Planung und Therapie beachtet werden. Das heißt, das für Sie erstellte Konzept muss exakten Indikationsrichtlinien entsprechen. Nur so sind letztendlich der Langzeiterfolg und die hochprozentige Überlebensrate, die man heute den Implantaten zuspricht, gewährleistet.

Ohne ästhetische Gesichtspunkte zu vergessen oder auch nur vernachlässigen zu wollen, liegt aus zahnmedizinischer Sicht der Schwerpunkt bei der Implantatprothetik in der Aufrechterhaltung bzw. Wiederherstellung der eigentlichen Funktion des Kauorgans.

Nach der Einheilphase werden die Implantate mit der dazugehörigen Suprakonstruktion versorgt. Das können Kronen, Brücken, Prothesen usw.sein. Wie aufwendig und zeitintensiv es ist, die entsprechenden Suprakonstruktionen anzufertigen, soll die folgende Bilderserie anhand von Fallbeispielen verdeutlichen.

Fall 1 implantatgetragener festsitzender Zahnersatz

Fall 2 implantatgetragener herausnehmbarer Zahnersatz

Die Implantatprothetik ist bekanntermaßen mit einem erheblichen finanziellen Aufwand verbunden.

Das kann bei sozial schwachen Patienten zu entsprechenden Problemen führen, vor allem wenn es um konventionell schwer zu beherrschende Versorgungssituationen geht. So kann es oft nicht die optimalste Versorgungsmöglichkeit sein, an denen sich eine Planung ausrichtet. Wir werden also Kompromisse schließen müssen, die auch einem sozial Schwachen eine funktionstaugliche Versorgung ermöglichen.

Alle diese Aspekte machen deutlich, dass die prothetische Versorgung letztendlich der bedeutendste Aspekt ist, der bei der Planung eingehendst durchdacht werden muss. Der chirurgische Part einer implantologischen Behandlung muss hingegen an der angedachten bzw. zu verwirklichenden Zahnersatz-Konstruktion ausgerichtet werden.

Probleme bei der Behandlung

Stellt sich im Zuge der Behandlung heraus, dass gewisse Aspekte oder Ziele chirurgisch nicht ohne weiteres umsetzbar sind, so muss überlegt werden, welche Vorgehensweise alternativ zielführend sein kann. Keinesfalls darf in einer solchen Situation chirurgisch implantiert werden in der Hoffnung, die Prothetik wird`s schon richten“.

Was ist sinnvoll in der Implantologie?

Gemeinsam mit dem Patienten ist es unser Bemühen, auf dem Gebiet der Implantologie und Implantatprothetik nicht die Indikation über das prothetisch notwendige bzw. sinnvolle Maß hinauszustellen.

Inzwischen wissen wir anhand wissenschaftlicher Untersuchungen und unserer jahrelangen Praxiserfahrungen, dass nicht jeder fehlende Zahn durch ein Implantat ersetzt werden muss.

Unsere medizinische und ethische Aufgabe besteht darin, für die individuelle Situation ein Behandlungskonzept zu entwerfen, welches Ihrerseits zu einer akzeptablen Wiederherstellung und Erhaltung der Funktion des Kauorgans führt, andererseits für Sie aber auch bezahlbar ist.

So ist z.B. bei einem zahnlosen Patienten, der mit seiner Unterkiefertotalprothese absolut nicht zurechtkommt, sich finanziell aber keine großen Ausgaben leisten kann, möglicherweise eine bessere Lösung, nur zwei interforaminale Implantate zu inserieren. Das heißt seitlich bzw. hinter der Eckzahnregion kann schließlich auf den beidseitig eingeheilten Implantaten eine herausnehmbare Prothese fixiert werden. Das wäre eine Alternative zu einer komfortableren Versorgung, die auf mindestens vier oder mehr Implantaten möglich wäre.